Freies Konzept | Marken-Architektur | 2015

In Hamburg fährt man HVV! Ob Bus, ob Bahn oder sogar mit dem Schiff – der Hamburger Verkehrsverbund ist in der Hansestadt für den öffentlichen Transport zuständig – und vereint wiederum die unterschiedlichen Transport-Dienstleister wie die Hochbahn AG. Als Hamburger Agentur ist es für uns eine Freude,  den Auftritt des HVVs genauer zu betrachten und im Rahmen unseres Brand Prototyping Workshops daran zu arbeiten, wie ein einheitlicheres Erscheinungsbild trotz der verschiedenen Dienstleister aussehen könnte.

Das Erscheinungsbild

In London ist die „London Underground“ schon fast ein Wahrzeichen. Die kreisrunden Underground-Schilder fallen sofort auf und werden stringent für den „Transport of London“ eingesetzt. Im Vergleich dazu ist die Beschilderung in Hamburg unregelmäßiger und im Stadtbild nicht so prägnant wahrnehmbar – was unserer Meinung nach vor allem einem einer fehlenden Einheitlichkeit liegt. Daran wollten wir arbeiten und haben uns zunächst das Logo und die Markenarchitektur des HVVs angesehen.

HVV_Logo

Bei genauerem Betrachten des bestehenden HVV Logos fällt auf, dass die blaue Stufe das tragende Element ist. Selbst bei schlechter Sicht kann das Logo dadurch identifiziert  werden.

HVV_logo_blurred

Die bestehende Markenarchitektur sollte sich daher stärker durch die Betitelung von Stationen und der Kennzeichnung von Verkehrsmitteln ziehen. Wir haben die bekannte Logostruktur auf Haltestellen und Transportformen übertragen:

HVV_Übersicht_neu

Die Materialität

Aus den Logo-Elementen und Farben lässt sich außerdem eine klare Materialität ableiten, mit der stärker in der Architektur gearbeitet werden sollte:

HVV_Farbwelt2

Für Räume spielt Silber die wichtigste Rolle. Durch das Silber erscheinen die Räume sauber und edel. Für Markenelemente, Schilder und den Ticketing-Bereich wird das Rot eingesetzt, wodurch diese Bereich schnell zu erkennen und finden sind. Blau spiegelt sich in der Beleuchtung und in anderen Licht-Elementen wieder.

Die Architektur

Aus den Logo-Elementen und den definierten Materialitäten lässt sich ein Architektur-Konzept ableiten, mit dem stärker in der Architektur von U- und S-Bahn Stationen gearbeitet werden kann. Wir haben das beispielhaft auf die S-Bahn Haltestelle „Königstraße“ angewendet, die sich direkt vor unserem neuen Agentur-Gebäude befindet.

S-Bahn Station „Königstraße“ heute:

 

Konzept für die neue S-Bahn Station „Königstraße“:

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Ein von Außen und weiterer Entfernung klar zu erkennendes Bild einer Bahn-Station, indem auf eine klare Materialität und die wichtigsten Erkennungsmerkmale gesetzt wird. Diese wird im Inneren genau so fortgeführt. Blaue Lichtelemente, die wichtigsten Informationsbereiche in rot markiert, in einer ansonsten ruhig und clean strukturierten Umgebung.

Doch damit nicht genug. Wir wollten den Gleisbereich noch moderner und funktionaler machen! Teil der neuen Markenarchitektur sind daher Transparente Bau-Elemente, die zu einer neuen, hochmodernen User-Experience führen!

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Nie mehr Langeweile beim Warten auf die Bahn!

Transparente Fahrbahntrenner sorgen für mehr Sicherheit bei einfahrenden Zügen und bieten neue Bespielungsmöglichkeiten: Fahrplaninformationen und Hinweise können großflächig auf die Transparenten Flächen projiziert werden. Aber auch Werbeanzeigen, Live-Übertragungen aus der Imtech-Arena oder interaktive Unterhaltungsmöglichkeiten können abgebildet werden und das Warten auf den nächsten Zug kurzweiliger gestalten.

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Dieses Konzept ist ein Blick in die Zukunft der öffentlichen Verkehrsmittel und -Stationen in Hamburg. Ein Versuch, die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln nicht nur zu vereinfachen, sondern daraus ein Fahr-Erlebnis zu machen.

Die internen Verbund-Strukturen haben wir nur oberflächlich berücksichtigt und uns  zunächst nur auf die kreative Aufgabe am Beispiel einer S-Bahn Station konzentriert.

 

 

IDEE UND UMSETZUNG:

Edda Schaefer, Jan Hartwig & Karl Stender

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